
Weltuntergang
durch einen Supervulkan?
2005 ließ die britische Rundfunkanstalt BBC einen
Katastrophenfilm namens "Supervulkan" drehen,
der über den möglichen Ausbruch des Yellowstone
Vulkans handelt. Alles nur Fiktion? Fakt ist: Der
Krater des vielleicht gefährlichsten bekannten
Vulkans der Welt hat sich im Rekordtempo gehoben,
zuletzt von 2004 bis 2007 ganze 18 Zentimeter
- mehr als jemals zuvor in 80 Jahren!
Was würde der Ausbruch
des Yellowstone Vulkans für die direkte Umgebung und
vor allem für die komplette Welt bedeuten?
Klima Killer N°1: Yellowstone Vulkan
Erwiesen scheint, dass der Vulkan bereits 3 mal
ausgebrochen ist. Der erste Ausbruch ereignete sich
vor circa 2 Millionen Jahren und der Letzte vor circa 0,64 Millionen
Jahren. Bei jeder Eruption wurde der unmittelbare
Umkreis von circa 250 km verwüstet und weltweit lies die Asche den Himmel verdunkeln. Die
Temperatur sank daraufhin um mehrere Grad Celsius -
weltweit. Bei einem Vulkanausbruch entsteht eine
Caldera, so nennt sich der Teil aus dem die Magma
austritt. Beim Ausbruch des Yellowstone Vulkans
betrug diese 80 x 50 km, zum Vergleich: Die berühmte
Pompeji-Eruption des Vesuvs 79 nach Christus hatte
lediglich eine Caldera mit 4 km Durchmesser. Nebst
dessen wurden 2500 km³ Material ausgeworfen.
Beruhigend (oder auch nicht): die beiden anderen
Ausbrüche waren jeweils bedeutend kleiner aber
dennoch verherrend genug um ein globales Problem zu
werden.
Wann wird er wieder ausbrechen?
So genau kann das wohl niemand sagen, Vulkane haben
nur einen ganz groben Zyklus. Der des Yellowstone
Vulkans wird auf 600.000 - 650.000 geschätzt, wenn
wir das Faktum nehmen das der letzte 0,64 Millionen
Jahre her ist kann der nächste nicht allzu weit
entfernt sein. Aktiviert werden kann er
beispielsweise durch ein Erdbeben, dieses würde ein
Stärke von zwischen 6 und 8 auf der Richter-Skala
benötigen. Es gab bereits 2 in den letzten 50 Jahren
(1975 mit 6,1; 1959 mit 7,5) die in dieses Raster
passten, jedoch blieben die ohne direkte Folgen auf
die Aktivität des Vulkans.
Auswirkungen eines Ausbruches:
Die Gegend um Yellowstone würde zum einen komplett
verwüstet werden, jedoch noch viel schlimmer: Wir
würden uns wohl in einem so genannten vulkanischen
Winter befinden - über Jahre vielleicht sogar
Jahrzehnte hinweg. Dies bedeutet das die Asche und
Schwefelgase, die beim Ausbruch in unsere
Stratosphäre geschleudert werden, dort absetzen und
sich dort wie ein Vorhang um den ganzen Erdball
ziehen. Sonnenstrahlen dringen dadurch nur noch
vermindert durch und werden teils absorbiert und
teils zurückgestreut. In der oberen Stratosphäre
führt dies zu einer Erhitzung, bei uns zu einer
enormen Abkühlung. Ein ähnlicher Effekt ist der
nukleare Winter, bei dem durch die Wucht der
Explosion(en) Ruß, Trümmerstaub und Rauch in die
obere Stratosphäre geschleudert werden. Der weitere
Verlauf ist derselbe.
Der Vulkan als terroristisches Ziel?
Zwei Worte: Totaler Quatsch. Die Möglichkeit ein
Erdbeben dieser Stärke künstlich zu erzeugen besteht
schlichtweg nicht. Und auch Bohrungen direkt am
Vulkan scheinen aufgrund der Auffälligkeit der
Bohrtürme und vor allem der Tiefe die erreicht werden
müsse sehr unwahrscheinlich.
Von Experten wird der Yellowstone Vulkan als "der
größte zur Zeit bekannte potenzielle Auslöser einer
Naturkatastrophe" benannt ... und das anscheinend
zurecht. Der Vulkan kann in 10.000 Jahren ausbrechen
oder aber vielleicht auch schon nächstes Wochenende.
Fakt ist: Jährlich werden 2.000 (zumeist
unbedeutende) Erdbeben in der Region registriert,
einer davon könnte uns zum Verhängnis werden.
Ein Artikel von Weltuntergang.cc © 2011
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