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 Atomarer Konflikt


Nur wenige Menschen wissen von der Existenz des Doomsday Clocks, der sog. Atomkriegsuhr. Laut Wikipedia soll sie der Öffentlichkeit verdeutlichen, "wie groß das derzeitige Risiko eines Atomkrieges ist". Die Atomkriegsuhr steht seit dem 14. Januar 2010 auf 6 Minuten vor 12. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel.



 
Ein globaler Konflikt mit atomaren Waffen - wahrscheinlich?

Weltuntergang durch einen globalen Nuklearkrieg?

Im Oktober 1962 hält die Welt für einige Tage den Atem an und blickt auf die Ereignisse in der Karibik: Die Kubakrise stellt die gesamte Welt an den Rand ihrer Existenz – plötzlich scheint ein Atomkrieg nicht mehr nur noch möglich, sondern sehr wahrscheinlich. Zu dieser Zeit – im kalten Krieg schwebte das Risiko eines ernstzunehmenden Konflikts, ausgetragen mit atomar bestückten Waffen – entstand der Begriff des Overkill.  Dieser zeigte in aller Deutlichkeit, was für eine Macht von Atomwaffen im damaligen Konflikt ausging, und es zeigt auch, was für eine Zerstörungskraft ein Konflikt dieser Art noch heute ausbreiten kann: Sowohl der Sowjetunion als auch den Vereinigten Staaten wäre es mittels Atomwaffen ohne weiteres möglich gewesen, den jeweiligen Gegner nicht nur ein einziges Mal, sondern vielfach auszulöschen – mit der logischen Konsequenz der Zerstörung eines Großteils der Welt. Die damals vom kalten Krieg ausgegangene, akute Gefahr besteht in dieser Art heute nicht mehr. Das Aufrüstungspotenzial ist in den letzten Jahren jedoch massiv gestiegen; die Bemühungen um eine atomare Abrüstung scheinen zunehmend zu scheitern. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei ganz besonders auf Staaten wie den Iran, die mit ihrem offensiven Umgang bezüglich radioaktiver Waffen viele Ängste schüren und einen internationalen Konflikt immer wahrscheinlicher machen. Das Konfliktpotenzial von Atomwaffen ist also keinesfalls gebannt.

Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945 haben dabei gezeigt, welche fatalen Folgen der aktive Kriegseinsatz solcher Waffen hat. Mit nur zwei Sprengkörpern gelang es der Armee der Vereinigten Staaten auf Anhieb 92.000 Menschen um ihr Leben zu bringen; in den folgenden vier Monaten nach dem Angriff starben noch weitere 130.000 Personen an den Folgen von Strahlung und Verletzungen. So zerstörte die Wirkung eines Sprengkörpers bis zu 80% der städtischen Fläche von Hiroshima, in deren Kern wegen der Detonation zeitweise Temperaturen von bis zu einer Millionen Grad Celsius herrschten. Die Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Stadt aufhielten, waren in aller Regel sofort tot und bis zur Unkenntlichkeit gezeichnet. Der Sprengkopf war dabei etwa drei Meter lang; die ausmachende, nukleare Masse betrug etwa 64 Kilogramm. Die Ereignisse um Hiroshima zeigen, welche Vernichtungskraft Atomwaffen entwickeln. Das Zustandekommen eines globalen Nuklearkonflikts würde also mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Auslöschung eines Großteils der Weltbevölkerung führen.

Die Überlebenden eines solchen Krieges hätten dann allerdings mit den enormen Folgen zu kämpfen: Nicht nur die Verstrahlung stellt eine Katastrophe dar, sondern auch der eintretende, nukleare Winter. Durch die massive Zerstörung werden große Waldflächen zerstört, eine große Menge an Staub in die Atmosphäre geschleudert und Städte zerstört, die dichten und anhaltenden Rauch erzeugen. Das Ergebnis: Die Erdatmosphäre kühlt in erheblichem Maße ab. Nach einem Atomkrieg auf dem Planeten Erde zu leben wäre offensichtlich denkbar unangenehm – fraglich nur, wie viele Menschen einen solchen Konflikt tatsächlich überleben würden.

So bleibt nur die Hoffnung, dass die Mächtigen mit ihren Möglichkeiten sich stets der Kenntnis bewusst sind, dass die Auslöschung eines ganzen Planeten ein zu hoher Preis für Machtinteressen wären. 

Wie könnte der Beginn des 3. Weltkriegs aussehen?#

 

Ein Artikel von Weltuntergang.cc © 2011

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