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 Supernova


Den Sternenhimmel bei Nacht zu betrachten bringt für viele Menschen eine besondere Romantik mit sich, wer dahingehend etwas auf sich hält, kennt auch die gängigsten Sternenbilder. Diese so klein aussehende Sterne, die aus nächster Nähe gar nicht mehr klein wären, könnten für die Erde allerdings zu einer sehr unromantischen Gefahr werden: Wenn sie sterben und mit einem sehr hellen Aufleuchten explodieren. Weltuntergang.cc erklärt die Gefahren einer Supernova.




 
Supernova als Weltuntergangsszenario- Realistisch?

Weltuntergang durch eine Supernova?

Sterne sind keine Planeten – daher rühren auch die unterschiedlichen Namen. Während Planeten wie die Erde aus fester Masse bestehen, bestehen die Sterne, die wir am Himmel sehen, aus Gas – sie sind also nichts weiter als leuchtende, runde Gaskugeln. Innerhalb dieser Sterne herrscht rege Aktivität mit sehr hohen Temperaturen. Dass der Stern als gasförmiges Gebilde leuchtet und zusammenhält, liegt an ständigen Kernfusionen innerhalb des Sterns, sie sind damit radioaktiv. Da jeder Fusionsprozess jedoch an sein Ende gerät, bedeutet das auch für einen Stern, dass er nach einer bestimmten Lebensdauer ineinander zusammenfällt. Wenn ein solcher Stern – der meist wesentlich größer ist als unsere Sonne – seine Vorrat an Brennmaterial – also dem Material, das für die Kernfusion herangezogen wird – aufgebraucht hat, fällt er als Hülle in sich zusammen. Bei diesem Vorgang entstehen enorme Energiemengen, die sich in Licht ausdrücken. Der verbleibende Rest des Sterns leuchtet dann in extremer Helligkeit. Handelt es sich um Sterne, die kleiner als die Sonne sind, findet eine Supernova meist auf andere Art statt: Diese Sterne sind meistens von einem anderen Stern umgeben, die dann absorbiert werden. Das sind dann „rote Riesen“ und „weiße Zwerge“. Bei diesem Vorgang kommt es zu kleinen Supernovae, die jedoch eine wesentlich größere Gefahr für die Erde darstellen, sollten sie in der Nähe auftreten.

Wissenschaftlich sind diese Supernovae bis heute noch nicht vollständig erforscht. So sind längst nicht alle Mechanismen im Rahmen der Sternexplosion bekannt. Man geht heute jedoch davon aus, dass solche Supernovae – die heute wesentlich seltener vorkommen also noch zur Urzeiten – in einem wichtigen Zusammenhang mit der Entstehung des Universums stehen.

Die freigesetzten Energiemengen können dabei überaus beeindruckend sein. Wissenschaftler beobachteten im Mai 2007 die Supernova des Sterns SN2006gy, der hundertfünfzig mal schwerer war als die Sonne, aber auch weit mehr als 240 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt lag: Die Supernova dieses Sterns, also das extreme Leuchten, dauerte 70 Tage an. Gut vorstellbar, dass eine Supernova diesen Umfangs in geringerer räumlicher Distanz zur Erde dafür sorgen könnte, dass sie längere Zeit besonders erleuchtet ist. Zweifelsohne sollte ein solcher Vorgang aber nicht in allzu großer Nähe zur Erde stattfinden: Eine Supernova könnte dann zur direkten Gefahr für die Erde und ihre Bevölkerung werden. Bei der Explosion freigesetzte Strahlung könnten Natur und Umwelt heftig verändern, kommt es zur Explosion in allernächster Nähe, so können auch die direkten Folgen der Explosion zu katastrophalen Entwicklungen führen. Denkbar wären Schäden durch radioaktive Verseuchung. Auch die Neutrinos – bei der Explosion ausgeschleuderte Teilchen, die Energieträger sind – könnten in besonders großer Menge zu einer Gefährdung der Erde führen. Je nach räumlicher Entfernung sind daher unterschiedliche Szenarien denkbar: Die Umweltveränderungen auf der Erde führen zu einer langsamen, aber nachhaltigen (siehe auch Gammablitz auf Weltuntergang.cc) Zerstörung oder die direkte Energie der Explosion reißt auch unseren Planeten mit.

Solche Szenarien erscheinen zwar unwahrscheinlich, dass sie auftreten, ist jedoch kaum auszuschließen: Bereits vor etlichen Milliarden Jahren, so vermuten Wissenschaftler, könnte es in direkter Nähe zur Erde – gefährlich wird eine Supernova erst in Nähen ab 200 Lichtjahren – zu einer solchen Explosion gekommen sein, die in Zusammenspiel mit einem Gammablitz, der aus einer Supernova entstehen kann, zu einem umfangreichen Artensterben auf der damaligen Erde gekommen sein. Bei dieser Explosion auf die Erde gefallene Neutrinos und Eisenteilchen haben auch die Welt nachhaltig verändert, erst vor wenigen Jahren wurden Überreste der vermuteten Supernova gefunden.

Für die Erde kann dieser Vorgang also eine ernsthafte Gefahr darstellen, allerdings erwachsen daraus auch neue Planeten: Möglich, dass die Erde, auf der wir leben, maßgeblich durch eine Supernova hergestellt wurde. Die umherfliegenden Eisenteilchen können zur Bildung eines neuen Planeten führen. Sterne haben daher eine wichtige Bedeutung für die Existenz des Universums. Auch, wenn Supernovae – das bestätigen Forschungen – über die Milliarden Jahre der Existenz hinweg immer seltener wurden, sind sie ein Bestandteil von Zerstörung und Entstehung im Universum. So kann nicht ausgeschlossen, dass es auch die Erde trifft – womöglich aber erst in mehreren Millionen Jahren.

Ein Artikel von Weltuntergang.cc © 2011

 

 
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