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Supernova
als Weltuntergangsszenario- Realistisch?
Sterne sind keine
Planeten – daher rühren auch die
unterschiedlichen Namen. Während Planeten wie
die Erde aus fester Masse bestehen, bestehen die
Sterne, die wir am Himmel sehen, aus Gas – sie
sind also nichts weiter als leuchtende, runde
Gaskugeln. Innerhalb dieser Sterne herrscht rege
Aktivität mit sehr hohen Temperaturen. Dass der
Stern als gasförmiges Gebilde leuchtet und
zusammenhält, liegt an ständigen Kernfusionen
innerhalb des Sterns, sie sind damit radioaktiv.
Da jeder Fusionsprozess jedoch an sein Ende
gerät, bedeutet das auch für einen Stern, dass
er nach einer bestimmten Lebensdauer ineinander
zusammenfällt. Wenn ein solcher Stern – der
meist wesentlich größer ist als unsere Sonne –
seine Vorrat an Brennmaterial – also dem
Material, das für die Kernfusion herangezogen
wird – aufgebraucht hat, fällt er als Hülle in
sich zusammen. Bei diesem Vorgang entstehen
enorme Energiemengen, die sich in Licht
ausdrücken. Der verbleibende Rest des Sterns
leuchtet dann in extremer Helligkeit. Handelt es
sich um Sterne, die kleiner als die Sonne sind,
findet eine Supernova meist auf andere Art
statt: Diese Sterne sind meistens von einem
anderen Stern umgeben, die dann absorbiert
werden. Das sind dann „rote Riesen“ und „weiße
Zwerge“. Bei diesem Vorgang kommt es zu kleinen
Supernovae, die jedoch eine wesentlich größere
Gefahr für die Erde darstellen, sollten sie in
der Nähe auftreten.
Wissenschaftlich
sind diese Supernovae bis heute noch nicht
vollständig erforscht. So sind längst nicht alle
Mechanismen im Rahmen der Sternexplosion
bekannt. Man geht heute jedoch davon aus, dass
solche Supernovae – die heute wesentlich
seltener vorkommen also noch zur Urzeiten – in
einem wichtigen Zusammenhang mit der Entstehung
des Universums stehen.
Die freigesetzten
Energiemengen können dabei überaus beeindruckend
sein. Wissenschaftler beobachteten im Mai 2007
die Supernova des Sterns SN2006gy, der
hundertfünfzig mal schwerer war als die Sonne,
aber auch weit mehr als 240 Millionen Lichtjahre
von der Erde entfernt lag: Die Supernova dieses
Sterns, also das extreme Leuchten, dauerte 70
Tage an. Gut vorstellbar, dass eine Supernova
diesen Umfangs in geringerer räumlicher Distanz
zur Erde dafür sorgen könnte, dass sie längere
Zeit besonders erleuchtet ist. Zweifelsohne
sollte ein solcher Vorgang aber nicht in allzu
großer Nähe zur Erde stattfinden: Eine Supernova
könnte dann zur direkten Gefahr für die Erde und
ihre Bevölkerung werden. Bei der Explosion
freigesetzte Strahlung könnten Natur und Umwelt
heftig verändern, kommt es zur Explosion in
allernächster Nähe, so können auch die direkten
Folgen der Explosion zu katastrophalen
Entwicklungen führen. Denkbar wären Schäden
durch radioaktive Verseuchung. Auch die
Neutrinos – bei der Explosion ausgeschleuderte
Teilchen, die Energieträger sind – könnten in
besonders großer Menge zu einer Gefährdung der
Erde führen. Je nach räumlicher Entfernung sind
daher unterschiedliche Szenarien denkbar: Die
Umweltveränderungen auf der Erde führen zu einer
langsamen, aber nachhaltigen (siehe auch
Gammablitz auf Weltuntergang.cc) Zerstörung oder
die direkte Energie der Explosion reißt auch
unseren Planeten mit.
Solche Szenarien
erscheinen zwar unwahrscheinlich, dass sie
auftreten, ist jedoch kaum auszuschließen:
Bereits vor etlichen Milliarden Jahren, so
vermuten Wissenschaftler, könnte es in direkter
Nähe zur Erde – gefährlich wird eine Supernova
erst in Nähen ab 200 Lichtjahren – zu einer
solchen Explosion gekommen sein, die in
Zusammenspiel mit einem Gammablitz, der aus
einer Supernova entstehen kann, zu einem
umfangreichen Artensterben auf der damaligen
Erde gekommen sein. Bei dieser Explosion auf die
Erde gefallene Neutrinos und Eisenteilchen haben
auch die Welt nachhaltig verändert, erst vor
wenigen Jahren wurden Überreste der vermuteten
Supernova gefunden.
Für die Erde kann
dieser Vorgang also eine ernsthafte Gefahr
darstellen, allerdings erwachsen daraus auch
neue Planeten: Möglich, dass die Erde, auf der
wir leben, maßgeblich durch eine Supernova
hergestellt wurde. Die umherfliegenden
Eisenteilchen können zur Bildung eines neuen
Planeten führen. Sterne haben daher eine
wichtige Bedeutung für die Existenz des
Universums. Auch, wenn Supernovae – das
bestätigen Forschungen – über die Milliarden
Jahre der Existenz hinweg immer seltener wurden,
sind sie ein Bestandteil von Zerstörung und
Entstehung im Universum. So kann nicht
ausgeschlossen, dass es auch die Erde trifft –
womöglich aber erst in mehreren Millionen
Jahren.
Ein Artikel von Weltuntergang.cc © 2011
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