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Wahrscheinlichkeiten
und Fakten zu Gammablitzen
Wenn es zum oftmals lang
erwarteten Gewitter kommt, dann sind die Folgen
in aller Regel harmlos: Meistens nur
Sachschäden, in aller Regel fällt sogar nur der
Fernseher aus, und manch einer mag es sogar
romantisch finden, wenn es gewittert. Einen
Gammablitz allerdings wird wahrscheinlich
niemand für romantisch, sondern für sehr
gefährlich halten: Ein solcher Blitz, der als
Energieentladung im Universum entsteht, setzt
innerhalb weniger Sekunden so viel Energie frei,
wie die Sonne es in mehreren Milliarden Jahren
nicht schaffen würde. Das führt zu einer extrem
hohen Leuchtkraft; auch wenn der Blitz nach
wenigen Sekunden wieder zu seinem Ende kommt,
leuchtet es an betroffener Stelle noch einige
Wochen. Schon das zeigt: Die Kraft eines
Gammablitzes könnte ohne Zweifel erhebliche
Vernichtung auf der Erde anrichten.
Dabei ist das Phänomen noch
kaum erforscht: Erst 1967 entdeckten
amerikanische Satteliten durch Zufall einen
Gammablitz, der als solcher erst einige Jahre
später festgestellt und definiert wurde. Im
Vergleich zu anderen Naturphänomenen ist daher
recht wenig über diese Art des Blitzes bekannt,
über die grundsätzlichen Gefahren ist man sich
jedoch einig. Unklar ist beispielsweise aber
immer noch, wie ein solcher Gammablitz entsteht,
da es im Rahmen der physikalischen
Gesetzmäßigkeiten nur sehr schwer möglich ist,
eine Energieausstrahlung in so konzentrierter
Form zu erklären. Inzwischen geht man aber davon
aus, dass Gammablitze im Rahmen von Supernovae
(lesen Sie hier mehr über den Weltuntergang
durch eine Supernova) entstehen, da dabei in
kurzer Zeit sehr viel Energie ausgestoßen wird.
Dass ein Gammablitz zur
direkten Gefahr für die Erde wird, ist denkbar –
allerdings nicht besonders wahrscheinlich.
Bisher traten Gammablitze zum einen immer sehr
weit entfernt von der Erde auf, meist mehrere
Millionen Lichtjahre entfernt. Das entspricht
einem Milliardenfachen des Erdumfanges.
Dennoch bedeutet eine
geringe Wahrscheinlichkeit nicht, dass ein
solches Szenario nicht auch auftreten könnte.
Wissenschaftler vermuten inzwischen, dass vor
etwa 450 Millionen Jahren ein Gammablitz auf der
Erde einschlug und bis zu zwei Dritteln der
damals die Erde bevölkernden Lebewesen
vernichtete. Den Feststellungen der
Wissenschaftlern nach könnte es schon
ausgereicht haben, dass ein solcher Blitz nur
wenige Sekunden anhält, um Auslöser für
gefährliche Zerstörung zu sein. Gefährlich ist
dabei aber nicht der Blitz als solches – eben
weil er nur wenige Sekunden andauert, kann der
Blitz alleine kaum vernichtende Wirkung
entfalten. Viel eher geht man davon aus, dass
durch die starke Energieeinstrahlung die
Ozonschicht der Erde schwer beschädigt wurde,
was zu unmittelbaren Folgen in Klima- und
Luftentwicklung führt. Hieran könnten vor 440
Millionen die damals existierenden Lebewesen zu
Grunde gegangen sein.
Im Rahmen dieser
Feststellung wurde auch intensiver untersucht,
welche Folgen ein Gammablitz für die heutige
Welt hätte. Auch hier stünde eine starke
Beeinträchtigung der Ozonschicht zu erwarten,
die tatsächlich annähernd zu dem führen könnte,
was als Weltuntergang bezeichnet wird. Durch die
Zerstörung der Ozonsicht würde es zu
unmittelbaren und heftigen Klimaveränderungen
kommen, in deren Folge unter anderem die
Nahrungsmittelproduktion vollkommen
zusammenbricht und Naturkatastrophen noch
wahrscheinlicher werden. Es ist davon
auszugehen, dass sich das gesamte
Erscheinungsbild der Erde vollständig verändern
wird, was unweigerlich zu einem schnellen
Massensterben bei Menschen und Lebewesen führt:
Innerhalb kürzester Zeit könnten stark
bevölkerte Gebiete unbewohnbar und tödlich
werden; eine Massenflucht wäre dann kaum noch
möglich. Wer das Glück hat, zu überleben, könnte
an der Nahrungsmittelknappheit umkommen oder
womöglich in einem Bürgerkrieg fallen, der wegen
des Kampfes um ausreichend Nahrung ausbricht.
Auch wenn der Blitz nur eine Seite der Erde
treffen würde, so hätte der radikale und
schnelle Klimawandel Folgen für die gesamte
Welt.
Weil die Wahrscheinlichkeit
eines solchen Ereignisses als gering gilt, ist
für eine solche Situation nicht vorgesorgt –
eine Vorsorge für eine solch ausufernde
Katastrophe scheint allerdings auch schlicht
unmöglich. Kommt es tatsächlich zum Einschlag
eines Gammablitzes näher als 500 Lichtjahre an
der Erde, kann davon ausgegangen werden, dass
die Weltbevölkerung diese Katastrophe nur mit
dem beinahe vollständigen Verlust seiner
Zivilisation überlebt. So bleibt festzustellen:
Ein Gammablitz, der die Erde direkt trifft, ist
unwahrscheinlich – passiert ist es dennoch, und
passiert es wieder, ist es womöglich die Art von
Katastrophe, die das Leben auf der Erde
vernichtet.
Ein Artikel von Weltuntergang.cc © 2011
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