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 Asteroideneinschlag

Dramatisch aufgearbeitet sind die Bilder im Film Armageddon, in denen Bruce Willis mit seinen Kollegen die Welt rettet. Die Bedrohung im Film von 1998 ist ein Asteroid, der auf die Erde einzuschlagen droht – Weltuntergang.cc beleuchtet in diesem Artikel die Möglichkeit des möglichen Weltuntergangs.





 
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Weltuntergang durch einen Asteroideneinschlag?

Die typische Vorstellung eines Asteroideneinschlages sieht so aus: Ein oder mehrere unermesslich große Gesteinsbrocken schlagen auf der Erde ein; ihre Schlagkraft reißt riesige Krater an vorher noch zivilisierte Stellen und führt zur Zerstörung der Welt. Die Thematik jedoch ist wesentlich komplexer, denn eigentlich sind Asteroiden Objekte, die Ähnlichkeit mit einem Stern haben, jedoch viel kleiner sind und sich grundsätzlich in der Umlaufbahn der Sonne befinden. Bereits im Wort Asteroid, das aus dem griechischen stammt, steckt die Ähnlichkeit zum Stern. Von diesen Asteroiden, die – gemessen an der Sonne – sehr klein sind und in ihrer Umlaufbahn schweben gibt es mehr als 542.000 Stück. Das ist eine unermesslich hohe Zahl – allerdings ist der Großteil dieser Asteroiden schlicht bedeutungslos, da sie einen Umfang von weit weniger als 100 Kilometern haben. Groß für uns Menschen; für unsere Planeten allerdings ein Zwerg. Die wenigen Asteroiden, die weit größer werden als 100 Kilometer entwickeln sich zu Zwergplaneten, weil sie auf Grund ihres Umfanges rund werden. Kleinere Asteroiden haben die übliche, klumpenartige Form, wie sie die Vorstellungen aus den bekannten Untergangsfilmen erwecken. Einer der ersten Asteroiden wurde dabei schon bereits um 1800 entdeckt – eher zufällig, hielt doch der Wissenschaftliche Giuseppe Piazzi ein Objekt, dass er sichtete, für einen Kometen. Erst später stellte sich heraus, dass Form und Umlaufbahn für einen Kometen untypisch sind. Entdeckt war damit der Asteroid, nach welchem nun mehr seit über 200 Jahren geforscht wird. Man geht heute davon aus, alle Asteroiden, die weit größer sind als 100 Kilometer, entdeckt zu haben. Knapp 30 Stück gibt es von ihnen, sodass von der großen Anzahl aller Asteroiden am Ende nicht viel übrig bleibt, was wirklich gefährlich werden kann.

Erdnahe Asteroiden und Erdbahnkreuzer – die tatsächliche Gefahr

Wirklich gefährlich werden Asteroiden für Erde und Menschen allerdings erst dann, wenn sie entweder statt in der Umlaufbahn der Sonne in der Erdumlaufbahn schweben oder beim Umkreisen der Sonne die Erdbahn kreuzen. Ganz besonders die Möglichkeit der Kreuzung mit der Erdbahn stellt eine Gefahr da, die tatsächlich dazu führen kann, dass ein Asteroid auf der Erde einschlägt. Um vor solchen Ereignissen frühzeitig gewarnt zu sein, wird inzwischen systematisch nach Asteroiden gesucht, die sich in erdnaher Umlaufbahn befinden ebenso wie nach Asteroiden gesucht wird, die die Erdumlaufbahn kreuzen oder kreuzen könnten. In unregelmäßigen Abständen sind Ergebnisse dieser Beobachtungen den Nachrichten aus Zeitung, Rundfunk und Fernsehen zu entnehmen, wenn darüber berichtet wird, dass ein Asteroid in einer Umlaufbahn fliegt, die zumindest theoretisch zu einer Kollision mit der Erde führen könnte. Die Überwachung funktioniert jedoch nicht immer, was dazu führt, dass relativ gefährliche Situationen erst spät bekannt werden. So kam es unter anderem im März 2009 dazu, dass die Asteroiden 2009 DD45 und 2009 FH in einer Entfernung von etwa 70.000 Kilometer an der Erde vorbei flogen. Im konkreten Fall war das nicht besonders gefährlich: Beide Asteroiden hatten einen Umfang, der nicht größer als fünfzig Meter war. Dass es in naher Zukunft zu einem großen, die Zivilisation gefährdeten Einschlag eines Asteroiden kommt, gilt zwar als grundsätzlich unwahrscheinlich, allerdings kam es in der Geschichte der Erde bereits zu Einschlägen, die deutliche Wirkung zeigten: Der Vredefort-Krater in Südafrika ist hierfür ein Beispiel; in seinem Ursprung 320 Kilometer lang und 18 Kilometer breit entstand er bei einem Schlag vor etwa drei Milliarden Jahren. Für Krater aus Einschläge, die mehrere Millionen Jahre her sind, gibt es einige Beispiele und selbst der jüngste bekannte Ort eines Einschlages weist bereits ein Alter von 5.000 Jahren auf: Im südwestlichen Ägypten schlug zu dem Zeitpunkt ein Meteorit – Meteoriten sind asteroidähnliche Objekte, die allerdings noch kleiner sind – ein und hinterließ einen 45 Meter tiefen Krater.

Ist die Menschheit in Zukunft von Asteroiden bedroht?

Zumindest was die bisher erfolgten Messungen angeht, kann davon ausgegangen werden, dass eine Weltbedrohung durch einen Asteroideneinschlag in naher Zukunft eher unwahrscheinlich ist. Dennoch verbleibt das Risiko, dass ein Asteroid nicht früh genug erkannt wird. Kleinste Einschläge von sehr kleinen Flugkörpern stellen jedoch kaum eine Gefahr dar.

Astronomen prognostizieren jedoch das Eintreten von zwei Ereignissen: So wird im April 2029 der Asteroid (99942) Apophis die Erde in einem Abstand von 30.000 Kilometern passieren, was ungewöhnlich nah ist, jedoch auch keine nennenswerte Gefahr darstellt. Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit einer Asteroidenkatastrophe besteht jedoch für das Jahr 2880: Dann soll der Asteroid (29075) 1950 DA in sehr nahe Umlaufbahn mit der Erde geraten. Der Flugkörper mit Umfang von 1,1 Kilometer könnte dann mit der Erde kollidieren – die Wahrscheinlichkeit dafür liegt allerdings bei lediglich 0,33%.

So bleibt anzumerken, dass eine ernsthafte Gefahr von Asteroiden zur Zeit und in der Zukunft wohl nicht ausgehen wird – unangenehme Überraschungen gibt es allerdings immer wieder. Um jedoch die gesamte Welt zum Untergang zu bringen müsste es entweder einen Asteroidenregen von großem Ausmaß oder einen Riesenasteroiden geben, dessen Einschlag die Erde in großer Fläche zerstört. Es ist nicht unmöglich, steht jedoch auch nicht zu erwarten. Sollte es jedoch tatsächlich zu gefährlichen Situationen kommen, haben Raumforscher bereits mögliche Abwehrmechanismen entwickelt. Als gängigste Idee gilt dabei – diese Methode wird zum Beispiel durch die NASA präferiert – das Zünden einer Atombombe in der Nähe des Asteroiden. Ein ähnliches Szenario war auch im Film Armageddon zu sehen, wo allerdings der Sprengkörper auf dem Asteroiden platziert wurde. Als gefährlich gilt die nukleare Methode deshalb, weil sie dazu führen könnte, dass das Objekt in Stücke zerfällt, die dann dennoch auf die Erde abfallen. Das eigentliche Ziel – nämlich die Umleitung der Umlaufbahn durch die Explosion – wäre damit verfehlt. Andere Ideen sehen vor, einen Asteroiden mit Raketen wegzuschieben oder ihn mittels Sonnenstrahlung durch überdimensional große Spiegel aus der Laubahn zu schieben. All das sind – mehr oder weniger – realistische Optionen, eine Gefahr abzuwenden. Sie können jedoch nur dann greifen, wenn die Weltraumforschung die Gefahren früh genug und viele Jahre vorher entdeckt. Andernfalls könnte es auch dafür zu knapp werden. Es bleibt also der Glaube an die Wissenschaft.

Ein Artikel von Weltuntergang.cc © 2011

 

 
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